{"id":28,"date":"2013-06-03T07:42:45","date_gmt":"2013-06-03T07:42:45","guid":{"rendered":"http:\/\/oficinadelatentes.com\/latentamt\/?p=28"},"modified":"2015-04-13T08:25:20","modified_gmt":"2015-04-13T08:25:20","slug":"veralten-des-wachstums","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/oficinadelatentes.com\/latentamt\/2013\/06\/03\/veralten-des-wachstums\/","title":{"rendered":"Veralten des Wachstums"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00bfQu\u00e9 fue de Granada? II &#8211; <\/strong><strong>Veralten des Wachstums.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Latente: 20130606\/BE\/A.<\/p>\n<p>Information ist die Ressource und das Besitztum, das man unbeschr\u00e4nkt mitteilen, verbreiten und multiplizieren kann.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wird gesagt, dass Information der Grund ist, durch den die Menschen in St\u00e4dte ziehen, nach Ideen und Informationen suchen, um zu lernen, wie man \u00fcberleben kann.<\/p>\n<p>Eine Stadt ist mit individueller und auch kollektiver Erfahrung verbunden, ihrem Ged\u00e4chtnis, Intelligenz und Schw\u00e4rmerei. Sie ist Anthropologie, Kultur und Gef\u00fchl. Eine Stadt ist das Produkt einer enormen Verkettung von Entscheidungen, Wahlen, gemeinsamen Identit\u00e4ten und individuellen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Energie, im Mittelpunkt des klassischen Diskurses \u00fcber St\u00e4dte, die Gr\u00fcndung und den Sinn, ist nur eines der Materialien, die sie funktionst\u00fcchtig machen. Doch es verleiht der Stadt nicht die Macht: je gr\u00f6\u00dfer eine Stadt ist, desto weiter muss man gehen, um die Bed\u00fcrfnisse ihrer Bewohner zu decken.<\/p>\n<p>Heutzutage gibt es M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein Netzwerk, vernetztes Lernen, Teilen und Bauen. Informationen flie\u00dfen \u00fcberall. Ein fester Standort ist nicht mehr notwendig. Ebensowenig ist er Grund um in die Stadt zu ziehen. Durch die einfache Verbreitung von Informationen, k\u00f6nnen St\u00e4dte aufgel\u00f6st werden, zumindest ihre negativen Konsequenzen, genauer ihre physischen, sozialen und \u00f6kologischen Einschr\u00e4nkungen. (\u00dcberbev\u00f6lkerung, Umweltverschmutzung, Einwohnerdichte, \u201cSlums\u201c, Kriminalit\u00e4t, Ausb\u00fcrgerung u.v.m.)<\/p>\n<p>Inzwischen werden funkelnagelneue \u201egr\u00fcne\u201c Urbanistik- Projekte zu bereits bestehenden addiert. Neuer St\u00e4dtebau k\u00f6nnte mehr oder minder gr\u00fcn sein, wird in jedem Fall nie vollst\u00e4ndig gr\u00fcn sein, da dieser sich nur zu der Reihe der noch nicht bew\u00e4ltigten Probleme existierender St\u00e4dte summiert. Zu den Probleme der St\u00e4dte, die wir kennen und lieben \u2013Berlin, Taipei, Granada, Medellin\u2013, die unsere Identit\u00e4t bilden und die wir auf dem Weg zu einer allt\u00e4glichen und durchf\u00fchrbaren Utopie verbessern k\u00f6nnten. Stattdessen wachsen St\u00e4dte noch heute unter dem Kredo des Wachstums.<\/p>\n<p>Doch was geschieht wenn es keiner neuen St\u00e4dte bedarf? Was wenn wir Energie nur Energie f\u00fcr dieselben und obsoleten Bed\u00fcrfnisse verschwenden?<\/p>\n<p>Obsolete Bed\u00fcrfnisse bringen uns dazu, St\u00e4dte in den alte Modelle zu verpacken, wunderbar an das altmodische Szenario angepasst.<\/p>\n<p>In einer Welt in der die Technologie zu immer kleineren Objekten tendiert, k\u00f6nnte Gr\u00fcne Urbanistik, im technischen und sozialen Bereich gegenw\u00e4rtiger Werte, von Innen herauswirken.<\/p>\n<p>Warum sollte Entwicklung Wachstum hei\u00dfen und nicht Qualit\u00e4t, M\u00f6glichkeiten und Ethik?<\/p>\n<p>St\u00e4dte, wie auch andere Formen von Gemeinschaften die im urbanen Raum stattfinden, k\u00f6nnten sich in ein Netzwerk aus Kollaborateuren und Einheiten aufl\u00f6sen und Qualit\u00e4t k\u00f6nnte Inhalt der Entwicklung bleiben. St\u00e4dte k\u00f6nnten zu spezifischen topografischen Menschenlandschaften werden, genauso wie auch Orte am kollektiven Ged\u00e4chtnis und Landschaften teilhaben. Strategien f\u00fcr immaterielle St\u00e4dte, (Informationen und Netzwerke, die uns zu lernen, kollaborieren, zusammenzuleben und arbeiten erlauben), k\u00f6nnten sich weiterentwickeln, w\u00e4hrend die bereits materiellen durchgef\u00fchrten St\u00e4dte \u2013die wir schon kennen und lieben\u2013 sich verbessern.<\/p>\n<article id=\"post-41\" class=\"post-41 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-uncategorized\">\n<div class=\"entry-content\">\n<p>__________________________<\/p>\n<p><b>INFO: \u00a0<\/b><b>\u00bfQu\u00e9 fu\u00e9 de Granada?\u00a0\u2013\u00a0Drei Gedanken \u00fcber \u201cgreen-washed\u201d Urbanistik\u00a0<\/b>(So what happened to Granada?\u00a0\u2013\u00a0Three thoughts about green-washed urbanism)\u00a0is composed by three collages\u00a0and three\u00a0texts:<\/p>\n<ol>\n<li><em>\u00a0Veralten des Wachstums<\/em><\/li>\n<li><em>Funkelnagelneue \u201cgreenwashed\u201d Landschaft f\u00fcr alle<\/em><\/li>\n<li><em>Organisch ist metabolisch. Und Nachhaltigkeit ist kein Videospie<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<ol>\n<li><em>\u00a0Obsolescence of growing<\/em><\/li>\n<li><em>Brand new green washed landscape for all<\/em><\/li>\n<li><em>Organic is metabolic. And sustainability is not a videogame<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>This work is\u00a0taking part in\u00a0the exhibition \u201cGreenwashing\u201d, in Berlin, from 6th June 2013, to 7th July 2013,\u00a0organised by\u00a0<a href=\"http:\/\/groupglobal3000.de\/\">Group Global 3000,\u00a0Arts and other Sustainabilities<\/a>,\u00a0with other six\u00a0artist and\u00a0curated by Tom Albrecht.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bfQu\u00e9 fue de Granada? II &#8211; Veralten des Wachstums. Latente: 20130606\/BE\/A. 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